Stiftung Stadtgedächtnis

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„Das ist einfach ein gutes Gefühl!“

  • 16. Juli 2014
  • Geschrieben von Stiftung Stadtgedächtnis - Redaktion
  • Artikel aus Die Stiftung
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Stipendiatinnen der Stiftung Stadtgedächtnis berichten über ihre Restaurierungsarbeit im Historischen Archiv der Stadt Köln

Gruppenfoto

v.l.: Claudia Mohring, Professor Ulrike Hähner (Hochschule Hildesheim), Felicitas Wagner

Ein „gutes Gefühl“ ist das Resümee, das Claudia Mohring und Felicitas Wagner, die beiden Studentinnen des Studiengangs Konservierung und Restaurierung von Schriftgut,  Buch und Graphik der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim (HAWK), nach zweieinhalb Jahren Bachelor-Studium und der mit einem Stipendium von der Stiftung Stadtgedächtnis unterstützten praktischen Arbeit im Restaurierungs- und Digitalisierungszentrum (RDZ) des Historischen Archivs der Stadt Köln ziehen.

„Nur die Mengen waren uns nicht bewusst“, so die beiden, befragt nach dem, was sie am meisten überrascht hat. Gelernt haben sie unendlich viel und natürlich haben sie viel mehr Restaurierungspraxis als ihre Mitstudentinnen. Auch wenn die Doppelbelastung von Studium in Hildesheim und Arbeit in Köln manchmal anstrengend war, möchten sie doch keinen Augenblick missen. Ganz versiert arbeiten die beiden Jungrestauratorinnen heute mit mittelalterlichen Urkunden und Siegeln, mit Akten vergangener Jahrhunderte, aber auch mit beschädigten Fotos und Dokumenten aus der jüngeren Vergangenheit. So erschließt sich ihnen mit jedem neuen Restaurierungsobjekt ein Stück europäischer Geschichte, bestehend aus vielen kleinen Alltagsgeschichten, die sie faszinieren.

Im Gegensatz zu ihren Kommilitoninnen, die bei ihren Praxisaufenthalten in der Regel in kleineren Restaurierungswerkstätten arbeiten, haben die beiden Stipendiatinnen der Stiftung Stadtgedächtnis viel zu Organisation und Work Flow in einer großen Werkstatt mit hohen Restaurierungsaufkommen gelernt. Aber auch der Umgang mit Besuchern und das Agieren vor neugierigen Kameras sind ihnen in der Zwischenzeit vertraut.

Und bei der Frage, ob man nicht mutlos wird, angesichts der scheinbar nie enden wollenden beschädigten Objekte, leuchten die Augen, denn „wir haben gesehen, was machbar ist und dass wir Dank der guten Organisation schon viele Meter Archivalien in Rekordzeit wieder für die Benutzung herstellen konnten. Das ist einfach ein gutes Gefühl!“

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