Stiftung Stadtgedächtnis

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Von der „Fetten Henne“ zum CICS

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STICHWÖRTER:

Prof. Dr. Rita Süßmth erinnert an die "Fette Henne"

Professor Dr. Rita Süssmuth erinnert an die „Fette Henne“
Quelle: Michael Bause / TH Köln

Festveranstaltung mit Professor Dr. Rita Süssmuth am 24. Juni 2016

Das international anerkannte CICS – Cologne Institute of Conservation Sciences (Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaften) an der Technischen Hochschule Köln feiert in diesem Sommer sein 30-jähriges Bestehen. Eine seiner Abteilungen befasst sich mit der Restaurierung von Papier als Bachelor- und Masterstudiengang. So leistete diese Abteilung unter Professor Dr. Robert Fuchs langanhaltende tatkräftige „Erste Hilfe“ nach dem Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln am 3. März 2009. Darüber ist jetzt eine eine kleine Chronik (Download als PDF) erschienen. Herr Professor Fuchs gehört dem Fachbeirat Wiederaufbau des Historischen Archivs der Stadt Köln an und ist Mitglied im Kuratorium der Stiftung Stadtgedächtnis.

Er hat kürzlich entdeckt, dass der bekannte Bildhauer und Medailleur Ludwig Gies in den frühen 50er Jahren als Lehrer an den berühmten Kölner Werkschulen am Ubierring 40 gearbeitet hat. Sein Reissbrett ist noch im Institut vorhanden, an dem er den Bundesadler, die sogenannte „Fette Henne“, aus Gips für die Stirnseite des Plenarsaales des alten Bonner Bundestags entworfen hat. Der Kölner Designer Christoph E. M. Laies erhielt vor etlichen Jahren vom Deutschen Bundestag den Auftrag, den nicht transportablen Adler für den neuen Plenarsaal im Berliner Reichstag aus Metall neu zu gestalten. Dies geschah unter der Ägide der Bundestagspräsidentin Professor Dr. Rita Süssmuth. So war es eine große Freude und Ehre, sie als Ehrengast bei einer Feier des Instituts am 24. Juni 2016 am Ubierring zu begrüßen und ihre launige Gedenkansprache zu hören.

Neben den beiden Professoren Hans Portsteffen und Dr. Robert Fuchs sprachen auch Dr. Bernd Ernsting, der über Ludwig Gies promoviert hat, der Designer Christopf E. M. Laeis und Konrad Adenauer, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Stadtgedächtnis.

Das Wirken von Ludwig Gies im Köln-Bonner Raum war Thema einer Gedächtnisausstellung (Textheft als PDF) am Ubierring 40. So wurde Ludwig Gies, dessen Orgelprospekt aus der Aula der Bonner Universität heute die Aula der TH Köln schmückt, und der auch die Außenwand des Gebäudes am Ubierring 40 und die Decke des großen Gürzenichsaales gestaltet hat, zum greifbaren Kristallisationspunkt für die Feier der sonst trockenen Papierrestaurierung.

Die Stiftung Stadtgedächtnis hat zu diesem Abend mit eingeladen und ihn mit getragen. Es ist ihr ein großes Anliegen, auf ihre Kosten durch die Studenten des CICS der TH Köln die beim Archiveinsturz beschädigten Modelle aus ca. 30 Architektennachlässen samt Zeichnungen und Akten restaurieren zu lassen.

Prof. Dr. Robert Fuchs und Prof. Dr. Rita Süssmuth

Professor Rita Süssmuth, Konrad Adenauer und Professor Dr. Robert Fuchs
Quelle: Michael Bause / TH Köln

Prof. Rita Süssmuth, Konrad Adenauer und Prof. Dr. Robert Fuchs

Professor Dr. Robert Fuchs und Professor Dr. Rita Süssmuth
Quelle: Michael Bause / TH Köln

 

Download der Chronik zum Archiveinsturz als PDF (12 MB)
Download des Texthefts zur Ausstellung als PDF (5 MB)

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