Stiftung Stadtgedächtnis

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„Lieblingsstücke“ im Historischen Archiv

  • 16. Oktober 2016
  • Geschrieben von Stiftung Stadtgedächtnis - Redaktion
  • Artikel aus Die Rettung
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Wir haben kürzlich zwei unserer „Botschafter“ zusammen mit der Direktorin des Historischen Archivs der Stadt Köln, Dr. Bettina Schmidt-Czaia im Restaurierungs- und Digitalisierungszentrum (RDZ) in Köln-Porz-Lind empfangen. Dort wurden ihnen jeweils ein zuvor gemeinsam ausgesuchtes sogenanntes „Lieblingsstück“ vorgelegt, von ihnen betrachtet und in die behandschuhten Hände genommen.

Die frühere Dombaumeisterin, Professor Barbara Schock-Werner, hatte sich eine Quittung aus dem Jahr 1387 gewünscht. Damit bestätigt Heinrich Parler aus der bekannten Dombaumeister-Familie den Empfang einer über Jahre angelaufenen Rente seiner Frau Gertrud, auf Kölsch „Druytgyne“. Frau Professor Schock-Werner hatte diese Urkunde bei der Recherche für ihre Doktorarbeit vor Jahren schon einmal eingesehen.

Kölnische Rundschau: „Die Quittung für den Baumeister“

 

Christoph Biemann, bekannt aus WDR-Fernsehsendung „Die Sendung mit der Maus“, hatte ein vor 700 Jahren handgeschriebenes Buch mit den Ordensregeln der Klarissen (Kloster am heute noch zu sehenden Römerturm) ausgewählt. Das Besondere daran ist, dass dieses Buch beim Archiveinsturz kaum gelitten hat, aber durch das Abnagen einer Kante durch Mäuse beschädigt worden ist. In der Not fressen Mäuse eben auch Pergament und Papier – aber nur, soweit es nicht schon mit Tinte beschrieben ist. Daher stammt die Redensart „Arm wie eine Kirchenmaus“.

Die Kölnische Rundschau hat diese Besuche im RDZ begleitet und darüber ausführlich in Text und Bild durch Manfred Reinnarth berichtet. Kölnische Rundschau: „Von der Maus und der Schlange voller Blei“

Christoph Biemann mit Maus-Schaden und Bleiband als Lesehilfe | Quelle: KR/Manfred Reinnarth

Christoph Biemann mit Maus-Schaden und Bleiband als Lesehilfe | Quelle: KR/Manfred Reinnarth

Barbara Schock-Werner- Quittung eines Dombaumeisters | Quelle: KR/Manfred Reinnarth

Professor Barbara Schock-Werner mit Quittung eines Dombaumeisters | Quelle: KR/Manfred Reinnarth

 

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