Stiftung Stadtgedächtnis

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Wie es weiter geht

Herausforderungen der Zukunft

Das Historische Archiv steht vor einer beispiellosen Aufgabe. Das geborgene Archivgut hat durch den Einsturz jegliche logische Ordnung verloren, und jedes einzelne Blatt muss von dem allgegenwärtigen Betonstaub gereinigt und in seinen Kontext zurückgeführt werden, bevor es wieder benutzt werden kann. Gleichzeitig muss die notwendige Infrastruktur zunächst provisorisch errichtet werden, um dann von einem modernen Neubau abgelöst zu werden.

Neuordnung und Zusammenführung der Bestände

Durch Einsturz und Bergung haben die Bestände des Historischen Archivs ihre innere Ordnung vollständig verloren. Nur selten befinden sich nach der Bergung zwei Akten, die zuvor im Regal nebeneinander gestanden hatten, auch im Asylarchiv beieinander. Bis hin zum Einzelblatt oder zum bloßen Fragment einer Seite sind die Archivalien verstreut, und so gut wie jeder Bestand ist auf verschiedene Asylarchive aufgeteilt. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die ersten Blätter einer zerrissenen Akte in einem Asylarchiv lagern, und die übrigen Teile in einem anderen Magazin untergekommen sind.

Die große Herausforderung der nächsten Jahre wird daher sein, die eingelagerten Archivalien Stück für Stück zu sichten und in einer Datenbank so zu erfassen, dass ihre Zusammenführung in Köln sowie ihre Restaurierung möglichst schnell und professionell erfolgen können.

  • 100 % Restaurierungsbedarf
  • 35 % schwerste Schäden
  • 50 % schwere und mittlere Schäden
  • 15 % leichte Schäden
  • 6300 Personenjahre Restaurierungsaufwand
  • 350 000 000 Euro Restaurierungskosten